Gospelchor fire & soul

St.Nikolai Kirche

Die schlichte gotische Backsteinhallenkirche St. Nikolai aus dem 13. Jahrhundert ist eine der vier Kirchen auf Fehmarn. Die heutige Erscheinung der Kirche ist das Ergebnis dreier Bauperioden vom 13. bis 16. Jahrhundert. Sehenswert sind im hellen Innenraum mit den schlicht verzierten Kreuzrippengewölben vor allem der gotische Schnitzaltar, die Bronzetaufe in Kelchform und die historischen Gedächtnistafeln.

Die Kirche auf einem Hügel am Ende der Burger Flaniermeile wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Im zweiten Bauabschnitt im 15. Jahrhundert wurde sie verbreitert. Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden verschiedene Anbauten, darunter die heutige Sakristei, die ehemals als "Likhus" (Leichenhaus) diente.


Der markante Vierkantturm von 1513 besteht aus Backsteinmauerwerk, in das Doppelluken mit Spitz- und Rundbögen eingelassen sind. Weiße, verputzte Zierblenden in Kreuz-, Kreis- und Bogenform schmücken sparsam das Mauerwerk. Der ursprüngliche Spitzturm war nicht geeignet für die Wetterverhältnisse auf der Insel: Ein heftiger Nordweststurm blies die Spitze am 3. November 1760 um. Die neue barocke Turmspitze ist 18 Meter kürzer als die alte.


Schlichter Innenraum mit einzelnen Schmuckstücken
Wände aus weißen Steinen lassen den Innenraum der Kirche freundlich und hell erscheinen. Über dem Kirchenschiff verlaufen hübsche, schlicht verzierte Kreuzrippengewölbe.


Hinter dem dreiteiligen Hauptaltar - eine gotische Schnitzarbeit aus dem 14. Jahrhundert - thematisieren Glasmalereien auf drei hohen Rundbogenfenstern die Geburt Christi, Christus am Kreuz und die Auferstehung. Das Taufbecken vor dem Altar in Form eines sechseckigen Bronzekelchs gelangte 1391 aus dem Besitz von Beno Korp, Bischof von Arosia in Schweden, in die Fehmaraner Kirche. Die Kanzel wurde 1667 im Stil des holländischen Barock geschnitzt.

Die Gedächtnistafeln in der Kirche erinnern an schlimme Begebenheiten wie Krankheiten, Unwetter und Kriegsleid. Der ehemalige Kirchenvorsteher Peter Krumfues hielt diese Ereignisse in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges für Strafen Gottes. Deshalb ließ er sie zur Ermahnung und als Aufruf zur Bekehrung auf Tafeln schreiben.